DIRECKT VOM RENNEN
titleretourdirect

Interviews

John Lelangue (Phonak): «Die anderen haben für ihn attackiert.»



«Das Tagesziel bestand nicht darin, Cyril Dessel das Gelbe Trikot abzujagen. Er hatte es echt verdient, das Trikot noch etwas länger zu tragen. Wir wollten uns von den anderen Favoriten der Tour absetzen. Dafür durften wir nicht zu früh angreifen, vor allem nicht vor den letzten beiden Passhöhen.
Wir haben gesehen, dass T-Mobile seine Verantwortung bei der Attacke im Anstieg zum Portillon übernommen hat. Wir waren sogar ein wenig verängstigt, da wir dachten, dass sie dafür enormes Vertrauen in Klöden haben mussten. Als sich die Spreu weiter vom Weizen trennte, haben wir aber gemerkt, dass Floyd stärker war.
Eigentlich brauchte Floyd gar nicht zu attackieren, denn die anderen haben es für ihn getan! Er hat ganz einfach nur das Tempo auf den letzten Kilometern forciert, um die Verfolger auf Distanz zu halten, und es hat geklappt.»

 

Denis Menchov: "Jetzt bin ich zufrieden."



Die letzten Kilometer waren sehr hart, da wir ein voll gepacktes Tagesprogramm hatten. Der Schlussanstieg war nicht so schwer, aber mit 200 Rnnkilometern in den Beinen fährt es sich eben nicht so leicht. Für mich war es wichtig, Anschluss zu Landis und Sastre zu halten. Jetzt bin ich zufrieden. Das war der erste große Härtetest der Tour. Jetzt habe ich mehr Selbstvertrauen, ich weiß, welche Fahrer in Form sind und dass ich dazu zähle. Ich muss meinen Temagefährten danken, Rasmussen und Boogerd waren beeindruckend.
Auf diesen Tag habe ich seit etwa zwei Wochen gewartet, und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man rechtzeitg zur Stelle ist. Wir werden in den nächsten Tagen sehen, was noch möglich ist. Ich weiß aber, dass die nächste Woche äußerst schwer wird. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen.»

 

Cyril Dessel: “Ich habe mir nichts vorzuwerfen.â€



«Am Ende wusste ich nicht über die Zeitabstände Bescheid. Ich glaube, mein sportlicher Leiter wollte sie mir nicht mitteilen. Aber ich habe bis zum Schluss alles aus mir rausgeholt. Letztlich hat es nicht gereicht, ich habe mir aber nichts vorzuwerfen, denn mehr konnte ich nicht machen. Als T-Mobile das Tempo angezogen hat, war ich in Schwierigkeiten, doch habe ich auf die Zähne gebissen. Ich wollte meine Mannschaftsgefährten nicht enttäuschen, die das Maximum für mich gegeben haben. Doch meine Beine wurden immer schwerer und schwerer, also hat es nicht gereicht. So ist das Leben, das muss man akzeptieren.»

 

The official store