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Interviews

Sylvain Chavanel: „Ich frage mich, ob es mir gelingen wird“



„Ich dachte, der stärkste Fahrer in der Gruppe sei Quinziato und habe mich demnach hauptsächlich auf ihn konzentriert. Irgendwann einmal habe ich mich bei den Ablösungen in der Führungsarbeit zu ihm zurückgewandt, und er wollte nicht übernehmen. Und genau da hat Pereiro seinen Angriff gestartet, und wir wurden gleich abgehängt.
Ich frage mich, ob es mir eines Tages gelingen wird, einen Sieg bei der Tour de France zu erringen. Ich versuche es schon seit mehreren Tagen, und jetzt, wo es mir endlich gelungen ist, auf den richtigen Ausreißerzug aufzuspringen, komme ich als Dritter an. Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben den ganzen Tag über sehr konzentriert agiert und haben ein Tempo von 45 km/h beibehalten, das letztlich nicht zu aufreibend war.
Mir fehlt derzeit das gewisse Quentchen Glück, ich werde es aber weiter versuchen. Ich liege in der Gesamtwertung weit zurück, ich muss es einfach weiter versuchen.“

 

Oscar Pereiro Sio: „Ich widme es Alejandro“



„Heute Morgen hätte ich es mir noch nicht vorstellen können, das Gelbe Trikot zu tragen. Das ist sicherlich das Beste, was einem passieren kann, wenn man bei der Tour de France mitfährt, etwas ganz Besonderes. Sogar im Laufe des Tages, auch auf den letzten Kilometern, dachte ich nicht daran, da der Vorsprung nur 28 Minuten betrug.
Ich bin froh, dass es dazu gekommen ist, denn wir hatten einen schwierigen Beginn bei dieser Tour, mit dem Ausscheiden von Alejandro Valverde. Ich widme ihm auch dieses Trikot. Ich glaube, diese Rundfahrt wendet sich für uns jetzt zum Besseren. Ich werde erst einmal versuchen, meinen Platz am morgigen Tag zu wahren, und in den Alpen sehen wir dann.
Nachdem ich letztes Jahr eine Etappe gewonnen habe, finde ich es jetzt wichtiger, das Gelbe Trikot zu tragen.“

 

Jens Voigt: „Ich bin so froh, dass ich gleich noch mal in umgekehrter Richtung auf die Strecke gehen könnte!“



„Wir fingen schon langsam an, die Hoffnung auf einen Etappenerfolg zu verlieren, ein gutes Ergebnis, etwas, das uns allen eine Freude bereitet nach all den Stürzen der letzten Woche. Es sind jetzt nur noch zwei Fahrer aus unserem Team nicht gestürzt. Es war an der Zeit, dem Schicksal auf die Sprünge zu helfen und das Glück wieder auf unsere Seite zu ziehen.
Zum Ende hin war ich recht beruhigt, sobald wir Chavanel und Quinziato abhängen konnten. Die beiden schienen sehr stark zu sein. Deswegen war dies sicherlich ein gelungener taktischer Zug. Danach war ich mir praktisch sicher, Pereiro im Sprint schlagen zu können, weil er kurz zuvor Anzeichen von Müdigkeit gezeigt hatte. Ich fühle mich nicht einmal müde. Ich bin so froh, dass ich mein Rad nehmen und in umgekehrter Richtung noch mal auf die Strecke gehen könnte!“

 

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