Interviews
Jérôme Pineau: „Ich habe nicht umsonst gearbeitet“
Jérôme Pineau: „Ich habe nicht umsonst gearbeitet“
„Es ist nicht wirklich überraschend, dass dieser Ausreißversuch so gut geklappt hat, auch wenn wir ihn nicht bis ins Ziel retten konnten. Bei genauerer Betrachtung der Zusammensetzung der Gruppe brauchte man sich keine Sorgen zu machen. Mit Voigt, aber auch mit Arrieta, der in großer Form war, und Etxebarria wusste ich, dass wir Chancen hatten, sehr weit zu kommen. Das sind erfahrene Fahrer, und vor allem haben sie viel Kraft.
Mein persönliches Ziel bestand darin, das Gepunktete Trikot zu erreichen, und das hat bestens geklappt. Ich weiss sehr wohl, dass man sich von solchen Etappen nicht zu viel versprechen soll, meine große Freude ist es demnach, den Tag mit dem Trikot des besten Kletterers auf den Schultern abzuschließen. Ich kann mir sagen, dass ich mir all die Mühe nicht umsonst gemacht habe.“
Jose Luis Arrieta: „Ich musste einfach alles versuchen“
Jose Luis Arrieta: „Ich musste einfach alles versuchen“
„Ich habe wirklich bis zum Schluss daran geglaubt. Ich wusste, dass es sehr schwierig werden würde, wir hatten aber eine gute Gruppe. Wenn gute Fahrer mit großer Ausdauer sich korrekt abwechseln, klappt das bestens. Das Hauptfeld hat aber darauf geachtet, uns nicht aus den Augen zu verlieren, und es ist uns nicht gelungen, den Vorsprung über fünf Minuten hinaus anwachsen zu lassen. Als dann mein Ausreißversuch im Alleingang anstand, habe ich mir gesagt, dass ich einfach alles versuchen muss. Wenn es nicht noch den Cauberg gegeben hätte, wäre es mir vielleicht gelungen, bis zum Schluss standzuhalten, das Finale ist aber dann ganz anders abgelaufen.“
Tom Boonen: „Der Cauberg ist ein ideales Terrain für mich“
Tom Boonen: „Der Cauberg ist ein ideales Terrain für mich“
„Ich hatte weniger als fünf Kilometer vor dem Ziel einen Reifenschaden und bin dann im gesamten Finale mit sehr wenig Druck im Vorderrad gefahren. Von da an musste ich nur noch versuchen, im Sattel zu bleiben und zu versuchen, dass alles hält. Das war sehr stressig.
Das Trikot des Weltmeisters ist sicherlich schöner als dieses Gelbe Trikot, aber dazu bin ich hergekommen.
Manche zweifeln zwar an mir, weil es mir nicht gelungen ist, mich bei einer der ersten beiden Etappen durchzusetzen, sie werden wohl an vielen Leuten zweifeln. Aber ich habe auch schon 17 Rennen in diesem Jahr gewonnen, und die Erwartungen sind entsprechend hoch.
Der Cauberg ist wirklich ein ideales Terrain für mich. Ich bin mir sicher, dass ich ohne diesen Reifenschaden an Kessler und Gilbert hätte dranbleiben können. Ich dachte, dass Boogerd es weiter schaffen würde, bei 1 km hat er aber aufgehört. Dann habe ich beschleunigt und gehofft, dass andere mir folgen würden. Ballan kam dazu, dann habe ich mich lieber bei ihm eingehängt, um so bis zur Ziellinie zu gelangen.“
Matthias Kessler: „Wir passen uns den Situationen an“
„Die Strecke war heute sehr anspruchsvoll und wurde durch die Zwischenfälle beim Rennen noch schwieriger. Ich bin in einen Sturz im Hauptfeld geraten, und ich glaube, Klöden war auch darin verwickelt. Die Etappe hat aber ein überaus gelungenes Ende gefunden für ein Team ohne Kapitän. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, uns den Situationen anzupassen, denn ich bin zu 100% motiviert hier angekommen. Das Ausscheiden von Jan hat alles viel komplizierter gemacht. Es ist wichtig, weiterhin unsere gute Form zu nutzen. Jetzt wollen wir versuchen, weitere Etappen zu gewinnen.“
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