Interviews
Tom Boonen – „Ich habe kein Eile“
„Ich habe einen schönen Tag gehabt, mit dem Gelben Trikot auf den Schultern. Dieses Gefühl musste ich einfach erleben. Natürlich hätte ich die Etappe gewinnen wollen, und ich glaube, wir haben den ganzen Tag über gute Arbeit geleistet, um dies auch zu erreichen. Aber zum Ende ist es nicht so gut gelaufen, wie das eben passieren kann. Als mein Teamgefährte Steven De Jongh ausgeschert ist, habe ich McEwen auch losziehen sehen und wollte beschleunigen. Ich hatte da aber eine Berührung mit einem Fahrer von Gerolsteiner, ich glaube, es war Wrolich. Dadurch habe ich Zeit verloren, und dann war es zu spät. Ich bin mir aber sicher, stärker als er gewesen zu sein.
Na ja, das ist nicht schlimm, ich weiß, dass ich morgen noch einen Tag in gelb verbringen werde, alles in Ordnung also. Ich bin vor allem jetzt nicht ungeduldig, eine Etappe zu gewinnen, das muss man in aller Ruhe angehen. Ich weiß, dass es in den Bergen dieses Jahr gut laufen wird, also habe ich bis nach Paris und den Champs-Elysées, um zu siegen.“
Robbie McEwen – „Dieser Sieg ist für Fred!“
„Das ist die Art von Sprint, die mir liegt. Er kam auch Freire und Boonen sehr entgegen, ich befand mich aber an der besten Position, als der Sprint angesetzt werden musste. Das ist ein Zufall, denn ich kannte das Finale nicht, ein Freund hat mich aber heute Morgen angerufen, um mir den letzten Kilometer zu beschreiben. Ich wusste also, dass es beim letzten Kilometer einen Anstieg geben würde, und ich war bereit für diese Linkskurve auf den letzten Metern vor der Ziellinie.
Diesen Sieg widme ich Fred Rodriguez, der sich gestern verletzt hat. Es ist schade, dass er nicht mehr dabei ist, ich möchte aber, dass er weiß, wie sehr ich seine Anstrengungen zu schätzen weiß.
Das Grüne Trikot ist jetzt noch ein Plus. Ich habe ja schon immer gesagt, dass es am wichtigsten ist, Etappen zu gewinnen.“
Marcus Fothen – „Stürze vermeiden“
„Es war eine lange Etappe, und morgen wird es wieder so sein. Meine Rolle besteht in jedem Falle darin, die beiden Kapitäne im Team Gerolsteiner zu schützen. In dieser ersten Woche ist es wichtig, Stürze zu vermeiden. Fabian Wegmann konzentriert sich voll auf das Gepunktete Trikot, das ist ein Riesenziel und sehr motivierend, dabei hinter ihm zu stehen.
Für mich ist das Weiße Trikot nicht das Allerwichtigste. Ich bin vor allem da, um den anderen zu helfen.“
Egoi Martinez – „Wir versuchen, die Situation zu kontrollieren“
„Zwei Kilometer vor der Ziellinie abgefangen zu werden, ist wirklich ärgerlich, es gilt aber auch positive Dinge dabei zu berücksichtigen. So ist es beispielsweise eine gute Sache, die Mannschaftswertung anzuführen. Wir versuchen, die Situation zu kontrollieren, und unser Ziel besteht darin, dieses Klassement während der gesamten Tour de France anzuführen.“
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