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Interviews

Anthony Geslin „Erst strengt man sich an, nachgedacht wird später“



„Natürlich muss man bei Ausreißversuchen mitmachen. Es klappt nicht oft, letztlich aber gibt es dann immer einen, der ankommt. Warum nicht dieser hier? Für mich war es jedenfalls wichtig, heute etwas zu versuchen, da ich in Alençon geboren wurde und in der Mayenne lebe. Ich hatte mir ein anderes Szenario als an den vorangehenden Tagen erhofft, es hat aber nicht geklappt. Was soll’s!
Es war wirklich eine merkwürdige Situation, als wir auf einmal eine Gruppe mit 17 Fahrern hatten, darunter Boonen und Hushovd. Deswegen haben wir uns abgesetzt, mit Backstedt und Brard. Es ist nichts zu bedauern. Ich werde wohl ein wenig Zeit brauchen, um mich von diesem Tag an der Spitze zu erholen, jetzt ist aber nicht daran zu denken. Erst strengt man sich an, nachgedacht wird später.“

 

Benoît Vaugrenard „Es wird schwer zu verteidigen sein“



„Bei 5 Kilometern vom Zwischensprint habe ich eine Möglichkeit gesehen, mich vom Hauptfeld abzusetzen. Da habe ich mir gesagt, dass ich etwas versuchen könnte. Es wird schwer sein, dieses Trikot morgen zu verteidigen, denn ich weiss, dass Marcus Fothen beim Zeitfahren besser ist als ich, er war 2003 Juniorenweltmeister in dieser Disziplin. Ich weiss, dass es eine Strecke mit langen ‚Faux-plats’ ist, die ideal für gute Roller ist. Deswegen wollte ich auch ein paar Sekunden herausholen.
Danach wird es dann noch schwieriger, da ich in den Bergen meine Grenzen habe. Thomas Lövqvist hingegen ist gut platziert und könnte es eventuell wiedergewinnen und bis Paris behalten.“

 

Robbie McEwen: „Das war Perfektion…“



„Es lief auf den letzten beiden Kilometern in aller Ruhe ab, Geert Steegmans war heute wirklich konzentriert. Ich glaube, er war motiviert, den Fehler von gestern auszubügeln. Er fühlte sich schuldig. Heute war die Art und Weise, wie er den Sprint angezogen hat, einfach Perfektion. Ich habe ihm gesagt, er solle bis 400 m vor der Ziellinie warten, um dann auszuscheren, und genau das hat er gemacht, auf den Millimeter genau.
Gestern haben wir miteinander geredet, und ich habe ihm gesagt, er solle seine Konzentration nicht verlieren. Da hat er sich daran gemacht, das Roadbook zu studieren, und den Rest der Geschichte kennen Sie. Er hat phantastische Arbeit geleistet. Dieser Junge hat einen Riesenmotor. Es ist so, als ob ich in meinem privaten TGV säße und er mich genau an der Ziellinie absetzt.“

 

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