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Interviews
Jérôme Pineau: "Ich werde es morgen schon sehr früh wissen."
«Zunächst einmal bin ich hocherfreut, solch eine Woche erlebt zu haben. Nach der Etappe von Valkenburg hörte ich schon Stimmen, wonach es mir schwer fallen würde, das Trikot zu behalten, weil ich schwere Beine hätte. Jetzt trage ich es aber noch immer.
Momentan habe ich keinerlei Druck. Alles, was in den nächsten Tagen noch kommen wird, ist ein Bonus. Eines ist sicher: Ich werde es nicht so leicht hergeben. Mein Vorteil ist, dass ich in der Gesamtwertung niemandem Angst einjage, was eher günstig ist. Wie dem auch sei, in den Bergen gibt es keine Geheimniskrämerei. Wenn man sich gut fühlt, kann man den Schaden in Grenzen halten, an schwierigen Tagen ist es dagegen die reinste Katastrophe. Ich werde morgen schon sehr früh wissen, ob ich mir Hoffnungen machen darf, mit diesem Trikot etwas anzufangen.»
Oscar Freire: "Nichts war für mich sicher..."
«Ich wusste nicht, dass ich gewonnen hatte. Vor drei Monaten gab es bei der Baskenland-Rundfahrt eine Etappe mit einem ganz engen Finale. Alle sagten mir «du hast gewonnen», aber ich habe einige Augenblicke später festgestellt, dass ich unterlegen war. Dieses Mal hatte ich den Eindruck, die Nase vorn zu haben, aber ich habe Robbie McEwen nicht kommen sehen. Also wollte ich mich nicht zu früh freuen. Ich musste erst die Entscheidung der Jury abwarten.
Das Grüne Trikot ist nicht mein Hauptziel. Jetzt haben wir gute Fahrer, denen wir in den Bergen helfen müssen, um einen guten Platz in der Gesamtwertung herauszuschlagen. Ich werde mich jetzt in den Dienst der Mannschaft stellen.»
Robbie McEwen: "Oscar war heute gut..."
«Ich wusste, dass ich aus dieser misslichen Lage raus musste, also habe ich mir meinen Weg gebahnt, aber ich konnte erst 100 Meter vor der Ziellinie raus. Ich habe es fast noch geschafft, Freire abzufangen. Ich habe alle überholt, aber er war heute zu stark.
Ich hätte es auch noch besser machen und eine perfekte Woche mit Siegen bei allen Etappen erleben können! Ich habe drei gewonnen und bei Sprintankünften war ich immer unter den Top 5, bevor es jetzt in die Berge geht. Das ist doch nicht schlecht. Wir sind fast bei der Hälfte der Tour angelangt, aber der schwerste Teil steht noch bevor.
Einen Sprint zu gewinnen, heißt stark und schnell zu sein. Das hat Oscar heute unter Beweis gestellt. Er war etwas besser platziert als ich. Ich hing auf der Seite fest, obschon mir klar war, dass die Leute von Quick Step ihre Taktik ändern würden. Ich habe dem vorgegriffen, doch es hat nicht geklappt. Ich bin enttäuscht, das ich den Sprint nicht wie gewünscht durchziehen konnte, aber so ist das Rennen.»
Christian Knees: "Wir mussten in die Pedale treten..."
«Die beiden anderen Ausreißer haben weniger gearbeitet als ich, weil sie noch Energie für das Finale sparen wollten. Aber eigentlich konnte man sich nicht groß schonen, wir mussten so schnell wie möglich in die Pedale treten. Deshalb habe ich im letzten Teil der Etappe mehrmals angegriffen. Ich dachte, dass ich alleine schneller vorankommen könnte als mit den beiden anderen im Schlepptau.
Eine der Anweisungen für die Mannschaft lautete, heute aggressiv aufzutreten, wir wollten einen Fahrer unter den Ausreißern haben. Wenn ihnen alle Sprintermannschaften auf den Fersen sind, ist es ungemein schwer. Aber wir haben es versucht, nur darauf kommt es an.»
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