Die Etappen im Einzelnen

etappe 12 - Lavelanet Narbonne 168.5 km
Donnerstag 17 Juli

Flachetappe - Sportkommentar

Die Einschätzung von Jean-Michel Monin (Bahn-Olympiasieger, 8 Tours de France bei der Organisation)

Eine Flachetappe, auf der das Peloton beim Wettstreit um das Grüne Trikot unter dem Druck der Sprinter die Kilometer höchstwahrscheinlich in Rekordgeschwindigkeit hinter sich bringen wird.

 

 
Karten und Etappenverläufe
 

Lavelanet

Eine Panoramaaufnahme der Stadt (Foto: Jacques Jany)

1 Mal Start: 2002.
Kreisstadt. 7.500 Einwohner.

Im Land der Katharer erhebt sich am Fuße des Schlosses von Montségur die Stadt Lavelanet. Der 7 063 Einwohner zählende Ort liegt an den Gestaden des Touyre, am Kreuzungspunkt der drei Täler und auf dem Grenzverlauf der ehemaligen Grafschaften von Foix und Carcassonne. Der Stadtname rührt von dem Wort Avelana her, was soviel wie „Haselnuss“ bedeutet. Einst war der Ort von Haselnusssträuchern umgeben. Darüber hinaus ziert diese Pflanze auch das Stadtwappen.
Der Ort blickt auf eine lange Tradition im Textilgewerbe zurück, die heute den Marktverhältnissen angepasst ist. Das Angebot umfasst so genannte „intelligente“ Stoffe, deren Fertigung den Einsatz von Spitzentechnologie und umfangreiches Know-how erfordert.
Neben ihrer idealen geografischen Lage eine Autostunde südlich von Toulouse und Carcassonne hat Lavelanet eine intakte Naturlandschaft zu bieten, was Freizeitaktivitäten im Grünen ermöglicht.
Eingebettet in eine Grünlandschaft, umgeben von einer Vielzahl sehenswürdiger und malerischer Dörfer am Fuße der Skistation Monts d’Olmes bestimmen zahlreiche Sport- und Kulturveranstaltungen den Rhythmus der Stadt.

• Conseil général de l’Ariège

 

Narbonne

Der Palast der Erzbischöfe (Foto: J.M. Colombier / Stadt Narbonne)

7 Mal Etappenstadt
Das erste Mal 1935; Sieger: René Le Grevès. Das letzte Mal 2003: Start.
Landratsamt des Départements Aude. 53.000 Einwohner.

Seit mehr als 20 Jahrhunderten empfängt Narbonne seine Besucher mit einem äußerst facettenreichen Gesicht.
Nach ihrer Gründung im 5. Jahrhundert v. Chr. auf der Anhöhe Montlaurès wurde die Siedlung zur Hauptstadt der Elisyken, eines der ältesten Volksstämme aus dem westlichen Mittelmeerraum. Im Jahr 118 v. Chr. siedelt Rom dort seine erste gallische Kolonie mit dem Namen Narbo Martius an.
Der florierende Hafen der Ortschaft, heute im Weiher von Bages untergetaucht, sollte bald mit dem von Marseille konkurrieren. Die Via Domitia, ein fundamentales archäologisches Vermächtnis und eine symbolträchtige Anlage zugleich, läutet ab der Antike die euromediterrane und kaufmännische Ausrichtung der Großregion um Narbonne ein.
Mit Beginn des 3. Jahrhunderts wird die Stadt zur Christenmetropole und erlebt eine mittelalterliche Wohlstandsphase.
Im 12. und 13. Jahrhundert bricht mit dem Bau der Kathedrale Saint-Just-et-Saint-Pasteur eine ehrgeizige Zeit an. Die klassische Epoche vergeht ohne nennenswerte Ereignisse, ehe Narbonne ab dem 19. Jahrhundert mit dem Bau der Eisenbahn und der Vergrößerung des Weinanbaus seine ganze Dynamik neu entfacht.
Die unzertrennbar mit der Winzertätigkeit verbundene Stadt liegt heute inmitten von drei Prädikatsweinregionen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung.

 

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