Die Etappen im Einzelnen

etappe 16 - Cuneo Jausiers 157 km
Dienstag 22 Juli

Hochgebirge - Sportkommentar

Die Einschätzung von Jean-Michel Monin (Bahn-Olympiasieger, 8 Tours de France bei der Organisation)

Knapp eine Woche vor der Ankunft in Paris ist noch alles offen. Diese kurze Etappe führt das Peloton über den „Col de la Lombarde“ und den „Col de la Bonnette“ (den höchsten Pass Europas mit über 2800 m) nach Jausiers, bevor eine serpentinenreiche Abfahrt einen spektakulären Endspurt zwischen den Spitzenreitern verspricht.

 

 
Karten und Etappenverläufe
 

Cuneo

Der obere Teil von Cuneo – Galimberti-Platz und Stadtzentrum (Foto: Fotobedino Studio 45)

Zum ersten Mal Etappenstadt.
55.000 Einwohner. Italien.

Das von einer imposanten Alpenszenerie umgebene Cuneo ist eine andächtige Stippvisite wert und wird den Besucher mit Farbenpracht und Eindrucksvielfalt in seinen Bann ziehen.
Die 1198 gegründete Stadt verdankt ihren Namen der Form der Hochebene (534 Meter), auf der sie sich am Zusammenfluss des Gebirgsbachs Gesso und des Flusslaufs Stura befindet.
Der Besucherrundgang umfasst die ausgedehnte Piazza Galimberti, Herzstück der Stadt und Veranstaltungsort des berühmten Dienstagsmarktes, Via Roma, Hauptstraße der Altstadt mit intakten Bogengängen aus dem Mittelalter, die Kathedrale, das Rathaus und den Gemeindeturm.
Corso Nizza ist der zentrale Punkt der modernen Stadt mit einladenden Schaufenstern, während es sich bei der Viale degli Angeli um einen Boulevard mit Villen im Stil der Zeit um die Jahrhundertwende, also aus der so genannten Belle Époque, handelt.
Schließlich sollt man auch von den Lokalspezialitäten kosten: die Cuneesi, Schokoladenpralinen mit Rum, Esskastanien, die alljährlich im Herbst auf dem Jahrmarkt gefeiert werden, aber auch Pilze, Wein und Käse aus lokaler Produktion.

• Infos touristiques sur la Province et les stations d’altitude

 

Jausiers

Ansicht von Jausiers (Foto: Manu Molle)

Zum ersten Mal Etappenstadt.
1.100 Einwohner.

Der kleinste Zielort der Tour de France (1 002 Einwohner) liegt am Fuße der höchsten Straße Europas (2 802 Meter). Jausiers ist ein Schmelztiegel aus Alpen- und Provencelandschaft im Herzen des Tals von Ubaye, unweit des italienischen Cuneo.
In Jausiers stand die Wiege zahlreicher Auswanderer nach Louisiana und Mexiko im 19. Jahrhundert. Nicht ohne Stolz haben die vermögenden Rückkehrer hier anschließend prächtige und grandiose gutbürgerliche Villen errichtet.
Nach dem Abbild des verlorenen Paradieses erreicht man das Ubaye-Tal und Jausiers über sieben Gebirgspässe, die in den Augen der Radfahrer allesamt ein gewisses Renommee haben, darunter Bonette-Restefond, Allos und Cayolle.
Als Kommune des Nationalparks von Mercantour geizt Jausiers nicht mit seinen Naturreizen: reine Luft für Flugsportarten, klares Wasser für Wildwassersportler, anspruchsvolles Gelände für Wanderer und Mountainbiker. Eine majestätische Wasserfläche, die zu Freizeit und Entspannung einlädt, spiegelt die eindrucksvolle Größe der umliegenden Gipfel wider. In einiger Entfernung enthüllt das Haus mit den Lokalerzeugnissen Traditionelles aus Küche und Handwerk im Ubaye-Tal.

 

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