
Saint-Amand-Montrond
53 km
Sonnabend 26 Juli
Ein letztes Einzelzeitfahren auf dem welligem Streckenprofil der Départements Allier und Cher, womit sich das Gesamtklassement für jeden Fahrer und jedes Team genauestens ermitteln lässt. Vielleicht entscheidet sich hier das Finale zwischen den Favoriten der Tour de France.
Cérilly aus der Luft (Foto: Stadtverwaltung Cérilly)
Zum ersten Mal Etappenstadt.
Verwaltungssitz. 1.568 Einwohner.
In Zentralfrankreich gilt Cérilly als touristischer Anziehungspunkt im Departement Allier.
Seine romanische Kirche datiert aus dem 11. Jahrhundert und ist dem Heiligen Martin geweiht. Sie zieht die Blicke der Betrachter wegen ihres merkwürdigen dreistöckigen Kirchturmes auf sich und beherbergt ebenfalls eine bewundernswerte Grablegungsszene aus dem 17. Jahrhundert.
Die Stadt Cérilly zählt viele Söhne, die ihre Spuren in der Geschichte hinterlassen haben, wie der Naturalist François Péron, der Graveur und Maler Marcellin Desboutin, oder der Schriftsteller Charles-Louis Philippe, der sich selbst sinngemäß als „ersten einer Armenrasse, der sich in Belletristik versuche“ bezeichnete. Jean Giraudoux lebte auch in Cérilly, wo sein Vater als Steuereinnehmer arbeitete.
Die Wirtschaft in Cérilly entwickelt sich rund um die Lebensmittelindustrie dank der Aufzucht der weißen Rinderrasse charolais aus Burgund.
Wegen der Nähe zum bewaldeten Gebirgsmassiv Tronçais, das sich auf mehr als 10 000 Hektar erstreckt, bezieht Cérilly seine wirtschaftliche Vitalität insbesondere aus der Forstbewirtschaftung. Das hochgeschätzte Eichenholz verarbeitet man zu Daubenholz, das der Herstellung von Fässern dient, die wiederum Qualitätsweinen und -spirituosen wie Bordeaux und Cognac vorbehalten sind.
• Office de Tourisme
• Communauté de communes du Pays de Tronçais
• Conseil général
Die Goldene Stadt (Foto: Cité de l’Or)
Einmal Etappenstadt.
2001, Sieger: Armstrong
Landratsamt des Départements Cher. 12.000 Einwohner.
Saint-Amand-Montrond ist in der Römerzeit entstanden. Äußerst früh herrschte bereits reges Treiben in der Stadt, und die Römer ließen hier ihre Straße Clermont-Néris-Bourges verlaufen. Später erfuhr Saint-Amandle-Chastel eine Blütezeit im Schatten des Schlosses auf dem Burghügel unweit der im 12. Jahrhundert errichteten Pfarrkirche. Im Laufe der Zeit sollten Saint-Amand-le-Chastel und Saint-Amand-sous-Montrond zur heutigen Stadt Saint-Amand-Montrond verschmelzen.
Aus der Zeit vor der Geburtsstunde der beiden damaligen Orte ist heute noch die Straße „zwischen den zwei Städten“ übrig. Im 19. Jahrhundert erfuhr Saint-Amand einen wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Aushöhlen des Berry-Kanals, der einen neuen Austausch zwischen den wirtschaftlichen Einzugsgebieten von Montluçon und Val d’Aubois schuf.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts tauchten die ersten Druckereien und im Jahr 1888 die ersten Schmuckwerkstätten auf. Diese Kernaktivitäten der Cité de l’Or (zu dt. etwa Goldene Stadt) bedienen sich heute neuer Partner aus der Luxusbranche, z.B. feine Lederwaren, Mode, Gießerei, Porzellan…
• Office de Tourisme