
Carlos Sastre, der Gewinner einer entscheidenden Etappe in Alpe-d’Huez, hat seinem Rivalen Evans anschließend Paroli geboten und lediglich 29” beim letzten Zeitfahren der Tour eingebüßt. Auf den Champs-Élysées feierte er nach Bahamontes (1959), Ocana (1973), Delgado (1988), Indurain (1991, 92, 93, 94, 95), Pereiro (2006) und Contador (2007) als siebter Spanier den Gewinn der Tour de France.
Die Hauptfavoriten beim Start in Brest, zu den harten Etappenrennen bekehrte Klassiker-Gewinner, und sogar ein junger Franzose – für die Dauer eines Zeitfahrens – genossen das Privileg, das Gelbe Trikot überzustreifen. Insgesamt sieben Fahrer haben sich an der Spitze des Generalklassements abgewechselt. Nicht ganz so viele also wie bei den Auflagen 1958 und 1987, die mit acht verschiedenen Spitzenreitern aufwarten, aber der Jahrgang 2008 wird auf Augenhöhe mit der Tour 2006 in die Annalen eingehen.
Die sieben Träger des Gelben Trikots bei der Tour 2008
Seit dem Auftakt in Brest ist der CSC-Kapitän im Hintergrund geblieben. Der Spanier hat den „Sparmodus“ eingeschaltet, beim Zeitfahren von Cholet nicht mehr als nötig unternommen und die Pyrenäen im Windschatten der Besten ohne Ausreißversuche überquert… Die Strategie stand in Wirklichkeit längst fest: Beim Anstieg nach Alpe-d’Huez sollte Sastre zuschlagen – das war absehbar. Die konkrete Umsetzung auf der Straße erfolgte in beispielhafter Manier. Noch vor der ersten Kehre verließ er die Favoritengruppe und nahm sein Schicksal in beide Hände. Auf 13,8 Kilometern sollte er für klare Verhältnisse sorgen. In der Zwischenzeit hielt das Duo der Schleck-Brüder die übrigen Anwärter im Zaum. Bei der Zielankunft hatten die Hauptrivalen in der Gesamtwertung einen Rückstand von über 1’30”. Ein auf den ersten Blick unkomfortabler Abstand. Und dennoch…
Den Franzosen fehlt ein Anwärter mit legitimen Ansprüchen auf die vorderen Plätze des Generalklassements. Im Gegenzug gibt es eine wahre Fülle an tapferen Haudegen, die bereitwillig Risiken in Kauf nehmen und für das Prestige eines Etappensiegs bei der Tour de France alles auf eine Karte setzen. Für drei von ihnen wurde der Traum Wirklichkeit. Samuel Dumoulin, Ausreißer und Sieger auf dem Zielstrich in Nantes, wo Romain Feillu das Gelbe Trikot eroberte, hat seinen Landsleuten den Weg gewiesen. Der zweite Streich folgte im Hochgebirge kurz nach Überqueren des „Tourdachs“ (Cime de la Bonette, 2802 m), das Cyril Dessel mit Bravour meisterte, ehe er auf der Abfahrt in einer vierköpfigen Gruppe das bessere Ende für sich behielt. Für den unermüdlichen Angreifer Sylvain Chavanel folgte eine Enttäuschung der anderen, doch steckte er nicht auf und glaubte an einen Etappensieg. Sein Heil fand er schließlich auf der Straße von Montluçon, bei der letzten ebenen Zielankunft, die ihm lag.
Man hatte sich darauf eingestellt, nicht zuletzt wegen der insbesondere auf der Bahn erworbenen Vorschusslorbeeren. Jetzt hieß es nur noch, sich mit den besten Sprintern auf den Straßen der Tour zu messen. Im letzten Jahr blieben die Erwartungen unerfüllt. Bei der diesjährigen Tour-Auflage hingegen ließ die einmal gestartete Rakete namens Cavendish alles mit Rang und Namen im Fahrerfeld auf den letzten Metern hinter sich. In Châteauroux, dann in Toulouse und in Narbonne beeindruckte „Cav“ durch seine Leichtigkeit und seine Spurtgewalt. Und in Nîmes, dem Ort seines vierten Etappensieges, hatte es beinahe mit Zauberei zu tun. Rund 500 Meter vor dem Zielstrich schien Cavendish eingekeilt. Neben seiner Kraft hat er seine Gelenkigkeit eingesetzt, um sich einen Weg zu bahnen. Man spricht von einem neuen McEwen! Als erster Fahrer seit Mario Cipollini 1999 konnte er vier Sprintsiege bei einer Tour-Auflage verbuchen.
Dem designierten Tourfavoriten aus Australien, der mit der Empfehlung eines zweiten Platzes hinter Contador bei der vorangegangenen Auflage antrat, haftet der Ruf eines Poulidor der Neuzeit an. Im Gegensatz zu seinem Leidensgenossen aus der Vergangenheit wird Evans stets behaupten können, das Gelbe Trikot fünf Tage lang getragen zu haben. Auf der Etappe von Hautacam hatte es der Kapitän von Silence-Lotto aber keineswegs eilig, diese Ehre und die damit verbundene Verantwortung zurückzugewinnen. Mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Frank Schleck übernahm er auf dem Gipfel die Führung in der Gesamtwertung. Die Rückerorberung des Gelben Trikots, die beim letzten Zeitfahren von Saint-Amand-Montrond machbar erschien, scheiterte, obschon sein Rückstand auf Sastre zuvor lediglich 1’34” betrug. Zurückzuführen war der Fehlschlag auf drei zermürbende Rennwochen, auf einen letztlich folgenschweren Sturz zu Beginn der Tour, auf die Stärke des CSC-Kapitäns… oder auf den Fluch des zweiten Platzes!
Wie ist es schön im "Village"! Ein Ort der Gastlichkeit, wo die Fahrer, offiziellen Partner, Vertreter lokaler Behörden, Gäste und Journalisten in der Tradition der großen Rundfahrt täglich in geselliger Runde aufeinander treffen. Das Tour-Dorf ist mit seinen Begegnungen, der Zeitungslektüre, dem Espresso mit den anderen Begleitern und der Zeremonie der Medaillenübergabe an die Getreuen der Tour mittlerweile zur obligatorischen Station vor jeder Etappe geworden. Ein Zufluchtsort, den man verlässt, sobald das Signal ertönt. 20 Jahre erfreuen sich alle nun schon an dieser Institution!
Die Tour tritt die Echtzeitära ein. Zum Auftakt der Tour wird kein Zeitfahren ausgetragen und während der drei Rennwochen werden keine Bonusminuten vergeben: weder auf der Ziellinie der 21 Etappen noch bei den Zwischensprints. Folglich erhält der Fahrer, der als erster die Ziellinie in Plumelec überschreitet, das erste gelbe Trikot der Tour 2008. Und auf dieser Strecke sind alle Szenarien denkbar …
Jedem sein Medium. Die Tour de France, die mit den Printmedien groß wurde, erreichte über das Radio zunächst die Haushalte und dann über das Fernsehen die ganze Welt, bevor sie sich zum Ereignis wandelte, das die Fans hauptsächlich über das Internet verfolgen. Die offizielle Webseite unter www.letour.fr, die 2007 4,7 millions Besucher zählte, wurde in diesem Jahr weiterentwickelt. Das Augenmerk lag dabei auf dem Angebot von mehr Videoinhalten.
Während der Etappen können Internetnutzer den Stand des Rennes jederzeit dank der Abstände der Fahrer und Depeschen verfolgen, die laufend aktualisiert werden. Sie kommen in diesem Jahr in den Genuss einer Rubrik, die ausschließlich dem Medium Video gewidmet ist. Dort können sie Bilder vom Rennen (Zusammenfassung der Etappen etc.) und Interviews abrufen, einen filmischen Blick hinter die Kulissen werfen oder die Vorstellungen der Teams oder Etappenstädte verfolgen. Diese Rubrik wird jeden Tag um insgesamt 30 Minuten Bildmaterial ergänzt.
Dank einer Vereinbarung mit dem Nationalen Institut für Audiovisuelle Kunst (INA) bietet die Internetseite letour.fr ihren Besuchern die Möglichkeit, nach Belieben durch die Geschichte der Tour de France zu reisen. Das Bildarchiv reicht bis in die 1947er Jahr zurück und zeigt Größen wie Bobet, Coppi oder später Merckx in Aktion. Diejenigen, die bei den Glanzleistungen eines Bernard Hinault mitgefiebert haben, oder mit LeMond gezittert haben, der mit nur acht Sekunden Vorsprung vor Fignon siegte, können diese Momente noch einmal erleben. Eine Version des Suchmotors des INA wurde auf letour.fr installiert.
http://www.ina.fr/tour-de-france
Einige der Sender, die Übertragungsrechte der Tour de France haben, werden ihren Zuschauern ihr Programm zur Tour im Internet zur Verfügung zu stellen. Dies gilt beispielsweise für den Sender France Télévisions, der seine Übertragung als Live-Stream auf www.france2.fr anbietet, sowie ARD und ZDF in Deutschland, RTL in Luxemburg, TV2 in Dänemark etc. Um die Entscheidung der Sender zu respektieren, die einen Vertrag mit A.S.O. abgeschlossen haben, ist der Zugang zu diesen Inhalten jedoch geographisch beschränkt.
In Frankreich, in den Nachbarländern und sogar am anderen Ende der Welt wächst die Zahl der Städte, die sich um die Ausrichtung einer Etappe oder den großen Start der Tour de France bewerben. Zwar "beglückt" man Jahr um Jahr etwa 35 bis 40 Kommunen, doch sind laut Rennleiter Christian Prudhomme genau 226 Bewerbungsanträge eingegangen: "So viele haben wir noch nie zuvor erhalten. Im letzten Jahr lagen wir vor der Präsentation bei 220, bevor die Zahl danach automatisch um etwa 30 gesunken ist."
Der Zustrom von Anträgen für die Ausrichtung der großen Prologetappe steht in Zusammenhang mit dem Abstecher der Tour in die englische Hauptstadt London im Jahr 2007: "Es gibt bestimmt einen London-Effekt", meint Prudhomme beim Durchlesen der Liste mit den Städten, die ihn kontaktiert haben. "Qatar ist offiziell Bewerber, auch Budapest, Japan und die Türkei informieren sich, Quebec hat noch einmal nachgefragt, auch Estland bemüht sich, usw. Vor allem freue ich mich über die Begeisterung der jeweiligen Stadtverantwortlichen. Stellen Sie sich einmal vor, bei einem Besuch im niederländischen Utrecht hat der Bürgermeister vor kurzem das Glockenspiel der Kathedrale fast eine halbe Stunde lang die Marseillaise läuten lassen. Es handelt sich immerhin um eine Stadt mit 300 000 Einwohnern!"
Der bretonische Radsport hat das Feld der Tour de France seit jeher mit einer Vielzahl von Fahrern versorgt. Bei der diesjährigen Auflage erweist ein Ehemaliger vom Jahrgang 1914 den Fahrern die Ehre, und zwar beim Durchqueren seiner Heimatstadt Auray. Zwar kam Pierre Cogan in der Einzelwertung nie über einen siebten Rang (1950) hinaus, doch weiß er durchaus, was es heißt, einen Sieg zu bejubeln: Er verhalf seinem Mannschaftskapitän Jean Robic 1947 zu selbigem. Und mehr noch: Pierre Cogan, der schon durch seine lange Karriere im Fahrerfeld der Tour auf sich aufmerksam machte (sechzehn Jahre liegen zwischen seiner ersten und seiner siebten und zugleich letzten Tourteilnahme), ist zum Dienstältesten der ehemaligen Tourfahrer aufgestiegen. Aus diesem Anlass wird ihm am Sonntagmorgen am Rande des Auftakts zur zweiten Etappe von Auray nach Saint-Brieuc eine Tour-Medaille verliehen
Nachdem Skoda und Sagem schon im Laufe des Jahres beschlossen, ihre Partnerschaft mit der Tour de France fortzusetzen, haben jetzt auch PMU, Brandt sowie Antargaz nachgezogen. Die zahlreichen Partner, die sich seit langer Zeit dem Radsport verschrieben haben oder erst vor kurzem hinzu gestoßen sind, haben die Vorgehensweise der A.S.O. für die Rehabilitierung des Radsports erfasst und sind fest entschlossen, diese mit zu tragen. Darüber hinaus haben sich mehrere Marken der Tour 2008 angeschlossen, wie Vittel auf dem Zielstrich der Etappenankünfte oder Ricoré in der Werbekarawane.
Seit einigen Wochen dreht sich in Brest alles nur noch um die Tour. Es wurden drei so genannte "Radsport-Cafés" veranstaltet - Podiumsdiskussionen zum Thema Radsport in der Bretagne; zu einer Wanderung entlang der Strecke der ersten Etappe kamen mehrere Hundert Anhänger der Tour; eine Ausstellung lockte Besucher in die Mediathek von Bellevue … In dieser Woche führen mehrere Veranstaltungen die Bewohner und Besucher von Brest an den Ausgangsort der ersten Etappe: Im Rathaus des Viertels Saint-Marc stellen mehrere Künstler ihre Werke zum Start der großen Rundfahrt in Brest aus. "Le petit Rien qui voulait le grand Tour" (Der kleine Nichts, der die große Tour wollte) heißt eine Komödie, die am 1., 2., 3. und 4. Juli auf dem Platz Monseigneur Roull, vor der Buchhandlung Dialogues zu sehen sein wird.
Im Rahmen der Vorstellung der Teams wird am 3. Juli ein Straßentheater, das von Fourneau inszeniert wird, auf der Place de la Liberté aufgeführt. Am Abend lädt die Stadt Brest auf diesem Platz zum Ball ein.
Vor der ersten Etappe wird die Sendung "Village départ" (France 3) ab 10h50 live aus dem Tour-Dorf von der Place du Général De Gaulle übertragen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.tourdefrance-brest.fr.
Die Tour de France ist alljährlich die Bühne, auf der die Rennfahrer die von ihren Zulieferern entwickelten technischen Neuerungen präsentieren. Die große Neuheit, die 2008 Einzug hält, ist eine hintere 11-fach Kassette an den Rädern, die mit der Marke Campagnolo ausgestattet sind (ein Fahrer in jedem der sieben Teams). Nach Ansicht von Prof. Casterot, dem Experten für die Hardware bei der monatlich erscheinenden Zeitschrift Vélo Mag, nutzt dieser Vorteil den reinen Bergfahrern nicht, könnte aber die Zwischenanstiege für die Fahrer erleichtern: "Bei den herkömmlichen Kassetten geht man von einem 15er Ritzel direkt auf 17 Zähne. Hier ist es gelungen, ausreichend Bauraum für ein 16er Ritzel zu schaffen, das es vorher nicht gab. Dies wird auf manchen Abschnitten eine Hilfe sein, vor allem wenn man bedenkt, dass bei großen Steigungen fast jeder hinten auf 25 geht." Es wird auch gemunkelt, dass die Marke Shimano einige Fahrer mit der elektronischen Schaltung ausstatten könnte, von der Technikfans seit einigen Jahren sprechen. Diejenigen, die das System getestet haben, sehen die Vorteile im schnellen Gangwechsel.
Auch sie bereiten sich auf ihre Tour vor. Bei jeder der Etappen werden acht Jungfahrer und/oder Junioren, die von lokalen Vereinen ausgewählt wurden, die dem Französischen Radsportverband angehören, bei der großen Rundfahrt an den Start gehen. In den Farben von Culture Vélo werden sie zunächst offiziell von Daniel Mangeas vorgestellt, bevor sie die ersten dreißig und dann noch einmal die letzten dreißig Kilometer der Strecke absolvieren.
Das Team der Nachwuchsjournalisten besteht in diesem Jahr aus sieben jungen Talenten. Als zweite Neuheit werden die Jugendlichen, die nicht nur die Tour, sondern gleichzeitig auch den Beruf des Journalisten entdecken, neben einer vierseitigen Publikation, die sie alle zwei Tage bei Pressekonferenzen und auf der Internetseite der Partner (velo101.com, culturevelo.com, letour.fr) veröffentlichen, auch ein Video produzieren. Pascal Arnal (Culture Vélo), der zusammen mit Julien Perrot (velo101.com) das kleine Team betreut, geht jede Wette ein, dass seine Sonderberichterstatter sich schnell vom Charme der Kameraarbeit gefangen nehmen lassen: "Wir werden Interviews führen, kleine Reportagen mit einfachem Schnitt. Ich weiß, dass sie große Lust haben, diese Arbeit zu entdecken, und ab der zweiten Woche gute und sauber gearbeitete Videos liefern werden."
Das Team der Nachwuchsreporter:
Die Tour de France wird in diesem Jahr von 92 Fernsehsendern in 180 Ländern übertragen, in 168 davon live (auf den Philippinen beispielsweise eine Premiere). Die Gruppe France Télévisions, die für die Produktion der in der ganzen Welt ausgestrahlten Bilder zuständig ist, hat für ihre Fernsehzuschauer ein umfassendes Programm zusammengestellt. Auf ihre Initiative stellte man sich auch 2007 der Herausforderung des HDTV, das weiterhin überzeugt.
Ab Samstagmorgen treffen die Zuschauer am Bildschirm wieder auf ein vertrautes Team, mit dem sie einen Teil des Monats Juli verbringen werden. Ungewöhnlich ist in diesem Jahr, dass im französischen Fernsehen sieben Etappen in voller Länge übertragen werden, darunter die erste Etappe von Brest nach Plumelec und die letzte von Etampes auf die Champs-Elysées in Paris. Als Herzstück des Programms wird die Live-Übertragung von Thierry Adam kommentiert, unterstützt von Jean-Paul Ollivier und zwei hochkarätigen Beratern: Laurent Fignon in der Kabine und Laurent Jalabert auf dem Motorrad im Hauptfeld. Verschiedene Sendungen wurden im Rahmen der Übertragung vorbereitet: Reportagen, Gäste, Blick hinter die Kulissen, etc.
Neben JSports in Japan und France Télévisions in Frankreich, den beiden Vorreitern, die bereits 2007 die hoch auflösende Technologie nutzten, haben sich in diesem Jahr fünf weitere Sender entschlossen, ihren Zuschauern bei der Direktübertragung der Tour de France maximale Bildqualität zu bieten. Eurosport, NOS (Niederlande), VRT (Belgien), Sky TV (Neuseeland) und TV2 (Dänemark) haben eigene Kanäle eingerichtet, auf dem ihre Abonnenten, die über HDTV verfügen, die Tour unter bestmöglichen Bedingungen verfolgen können.
Als unerschrockener Amateurradfahrer und vor allem begeisterter Anhänger der großen Rundfahrt hat Michel Drucker mittlerweile mit seinen großen Fernsehabenden zur Tour eine Tradition begründet. Nach Carcassonne 2006 und Albi 2007 hat der Starmoderator in diesem Jahr Brest ausgewählt, um gleichzeitig die Themen Radsport und Meer zu behandeln. Zuschauer, die die Sendung am Freitag, den 4. Juli, vor Ort verfolgen möchten, müssen sich im Oceanopolis einfinden, dem Meeresforschungs- und Ausstellungszentrum. Ronan Pensec und Bernard Hinault, zwei der zahlreichen Helden des bretonischen Radsports, werden an der Seite von Michel Drucker stehen, der beispielsweise Marie Tabarly empfängt, um an ihren Vater Eric Tabarly zu erinnern, der vor zehn Jahren auf dem Meer ums Leben kam. Die Bretagne, das Meer und die Inseln werden außerdem als Hintergrund für Gäste wie Laurent Voulzy, Miossec, I Muvrini, etc. dienen.
Laurent Voulzy, Jenifer, Line Renaud, Isabelle Boulay, Georges Moustaki, Sofia Essaidi, I Muvrini im Duett mit Tina Arena, Michaël Gregorio, Murray Head, Rabbi Jacob, Miossec, Martin Solveig, Gérard Holtz, Nelson Monfort mit ihrer Gruppe „La télé qui chante“, Alan Stivell, Hugues Aufray, Bagade de Lann Bihoué, Jacky Guilbert, Tex.
Die Organisatoren der Tour de France haben heute Nachmittag das Programm der ersten Tage der Frankreich-Rundfahrt 2009 bekannt gegeben, die am 4. Juli beginnt. Zum ersten Mal in der Tourgeschichte beginnt die „Große Schleife“ in Monaco, nachdem das Fürstentum bereits Anlaufpunkt von fünf Etappen war, wobei besonders das Finale zwischen Jacques Anquetil und Raymond Poulidor beim letzten Besuch 1964 in Erinnerung geblieben ist.
Nach diesem prestigeträchtigen Start werden die Teilnehmer und Begleiter der Tour die Gelegenheit haben, einen Aufenthalt in Südwestfrankreich zu genießen, wo die Karawane nur selten vorbeikommt. In den letzten dreißig Jahren war lediglich Nizza einmal Startort der Tour und hatte dabei das Privileg, Bernard Hinault als Sprungbrett für seinen dritten Toursieg zu dienen.
Wenn die Anwärter auf den Gesamtsieg in Monaco zum ersten Mal in die Pedale treten, werden sie vielleicht schon die Gelegenheit haben, sich zu profilieren, da der abwechslungsreiche Streckenverlauf der ersten Etappe die Allroundfahrer in Szene setzt. Für dieses 15 Kilometer lange Einzelzeitfahren messen sich die Fahrer insbesondere auf einer Teilstrecke des berühmten Grand Prix von Monaco. Am nächsten Tag, dem 5. Juli, fällt der Startschuss für die zweite Etappe der Tour 2009 ebenfalls in Monaco.
1939
Et. 12. Saint-Raphaël > Monaco - Maurice Archambaud (Fra)
Et. 13. Monaco > Monaco - Pierre Gallien (Fra)
1952
Et. 12. Sestrières > Monaco - Jan Nolten (Hol)
1953
Et. 16. Marseille > Monaco - Wim Van Est (Hol)
1955
Et. 9. Briançon > Monaco - Raphaël Géminiani (Fra)
1964
Et. 9. Briançon > Monaco - Jacques Anquetil (Fra)
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In Gegenwart von Jaime Lissavetsky, Staatssekretär, Präsident des Obersten Sportrats und Patrice Clerc, Präsident der Amaury Sport Organisation erhält Oscar Pereiro von Tourchef Christian Prudhomme das Gelbe Trikot für den Gesamtsieg der Tour de France 2006, nachdem der Internationale Radsportverband das offizielle Ergebnis bekannt gegeben hat.
Die Zeremonie findet am Montag, dem 15. Oktober, um 18 Uhr im „Consejo Superior de Deportes“ (calle Martin Fierro s/n) in Madrid statt.
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