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Das Fürstentum Monaco liegt südöstlich von Frankreich an der Mittelmeerküste, rund 20 Kilometer östlich von Nizza. Monaco, das in Viertel eingeteilte ist, mit Monte-Carlo als Galeonsfigur, erstreckt sich über eine Fläche von zwei Quadratkilometern und gilt nach dem Vatikan als zweitkleinster Staat weltweit.
Die unabhängige konstitutionelle Monarchie erlangte 1297 ihre Unabhängigkeit und steht seit 2005 unter der Führung von Prinz Albert II.
Albert DE MONACO & Christian Prudhomme - © A.S.O.
„Ich freue mich ganz besonders, ankündigen zu können, dass der Start der Tour de France 2009 in Monaco erfolgt. Vor sehr langer Zeit hatte das Fürstentum Gelegenheit, die Tour de France begrüßen zu können. Das letzte Mal 1964. Fünfundvierzig Jahre später haben wir wieder die Möglichkeit, Startpunkt dieses einmaligen Ereignisses zu sein.
Mit dieser Entscheidung werden die Bemühungen des Fürstentums um Entwicklung und Förderung des Sports anerkannt.
In körperlicher, wie auch mentaler Hinsicht gehört der Radsport zu den anspruchsvollsten Sportarten. Um ganz an die Spitze zu kommen, sind Eigenschaften wie Mut, Willenskraft und Durchhaltevermögen erforderlich. Diejenigen, die die Ehre gehabt haben, das gelbe Trikot zu tragen, beweisen, dass Leidenschaft, Engagement und das Vermögen, sich selbst zu übertreffen unbedingt erforderlich sind, um bis an die Spitze zu kommen.
Ein immer größer werdendes Publikum verfolgt dieses sportliche Ereignis, das zu einem gesellschaftlichen Phänomen geworden ist, mit immer mehr Leidenschaft.
Über die Zuneigung zu den Champions hinaus hat das Publikum sich diese fabelhafte Prüfung zu eigen gemacht, die Landschaften, Städte und, wie in diesem Jahr, Nachbarländer in den Vordergrund stellt.
Mit ihren Leistungen und Emotionen ist die Tour de France immer den Trends der Zeit gefolgt und hat auch die schlechten Seiten aufgenommen. In diesem Sinne begrüße ich die Entschlossenheit der Organisatoren, die verstanden haben, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Würde dieser Sportart zu wahren.
Viele Monate liegen noch zwischen uns und diesem Ereignis, aber schon die Ankündigung erregt die Begeisterung der ganzen Bevölkerung Monacos. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Tour de France 2009 die bereits starken Bande zwischen Monaco und Frankreich weiter festigen wird.“
Albert DE MONACO
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Samstag, 4. Juli 2009, Monaco ist zum sechsten Mal Schauplatz der Tour de France.
Seit der Premiere 1954 in Amsterdam erfolgt der Startschuss des Rennens zum 17. Mal außerhalb der französischen Landesgrenzen.
Starts im Süden gelten ohnehin als Seltenheit: Vier sind es insgesamt. Davon erfolgte ein einziger im Südosten, in Nizza, im benachbarten Departement Alpes-Maritimes 1981.
Der erste Abstecher in das Fürstentum kam 1939 bei der 12. Etappe Saint-Raphaël - Monaco zustande, die der Franzose Maurice Archambaud zu seinen Gunsten entschied. René Vietto trug seinerzeit das Gelbe Trikot, bevor er es in den Alpen an den späteren belgischen Sieger Sylvère Maes verlor.
Nach den Kriegsjahren setzte sich 1946 Apo Lazaridès in einem fünf Etappen umfassenden Rennen Monaco-Paris durch, dem Vorläufer der im darauffolgenden Jahr wiedereingeführten Tour.
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts überquerten im Fürstentum die Niederländer Jan Nolten und Wim van Est und schließlich Raphaël Géminiani als Erste den Zielstrich. Und 1964, bei der Zielankunft der neunten Etappe Briançon-Monaco, ging der Schlagabtausch Anquetil-Poulidor in die nächste Runde.
Der Normanne lag beim Abbiegen auf die Aschenbahn des ehemaligen Stadions Louis II in Führung. Poulidor schloss zu ihm auf und lieferte sich einen Sprint. Beim Überqueren der Linie richtete er sich jedoch auf, obschon noch eine komplette Runde ausstand und Anquetil sein Tempo beibehielt. Vielleicht hatten ihm die Erinnerungen an die Spanien-Rundfahrt, wo die Zielankunft schon nach einem Bruchteil auf der Bahn erfolgte, einen Streich gespielt. „Poupou“ beendete die Etappe auf Platz fünf und überließ seinem Rivalen den Sieg und vor allem die Zeitgutschrift von einer Minute. Nach einem ständigen Hin und Her, darunter auch dem berühmten Anstieg des Puy de Dôme, gewann Jacques Anquetil in Paris seine fünfte Tour mit… 55 Sekunden Vorsprung auf Raymond Poulidor.
| Jahr | Etappe | Gewinner | Gelbes Trikot | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
1939 |
12. Etappe | Saint-Raphaël > Monaco | 121,5 km (2 Halbetappe) | Maurice ARCHAMBAUD | René VIETTO | ||
| 13. Etappe | Monaco > Monaco | 101,5 km | Pierre GALLIEN | René VIETTO | |||
| 14. Etappe | Monaco > Digne-les-Bains | 175 km | Maurice CLOAREC | René VIETTO | |||
1952 |
12. Etappe | Sestrières > Monaco | 251 km | Jan NOLTEN | Fausto COPPI | ||
| 13. Etappe | Monaco > Aix-en-Provence | 214 km | Raoul RÉMY | Fausto COPPI | |||
1953 |
16. Etappe | Marseille > Monaco | 236 km | Wim VAN EST | Jean MALLÉJAC | ||
| 17. Etappe | Monaco > Gap | 261 km | Wout WAGTMANS | Jean MALLÉJAC | |||
1955 |
9. Etappe | Briançon > Monaco | 270 km | Raphaël GEMINIANI | Antonin ROLLAND | ||
| 10. Etappe | Monaco > Marseille | 240 km | Lucien LAZARIDÈS | Antonin ROLLAND | |||
1964 |
9. Etappe | Briançon > Monaco | 239 km | Jacques ANQUETIL | Georges GROUSSARD | ||
| 10. Etappe | Monaco > Hyères | 187,5 km (1. Halbetappe) | Jan JANSSEN/td> | Georges GROUSSARD | |||
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Im Januar findet die Monte-Carlo Auto Rallye, statt.
Dieses Ereignis eröffnet die Weltmeisterschaft der Rallyes. Start und Ziel sind Monaco, während der größte Teil des Rennens in den Alpen stattfindet.
Im April die Tennis Masters Serie Monte-Carlo.
Eine Tradition: im Frühjahr beginnt die Saison der Tennismeisterschaften auf Sandplätzen auf den Courts des Monte-Carlo Country Club.
Im Mai der Große Preis von Monaco.
Eine einmalige Veranstaltung, bei der die Rennstrecke sich durch die Straßen der Stadt schlängelt. Seit 1955 ist der Große Preis von Monaco eine der Hauptattraktionen im Kalender der Formel 1 Rennen.
Im Juni das Internationale Meeting der Schwimmer.
Diese Etappe des Mare Nostrum findet im olympischen Schwimmbad Stade Nautique Rainier III statt.
Im Juni das Jumping International von Monte-Carlo.
Es wird im Hafen von Port Hercule organisiert und ist Teil der Global Champions Tour, ein weltweites Springreiterturnier des Internationalen Reiterverbandes. Die besten Reiter sind vertreten.
Das Meeting Herculis, im Juli.
In der Kategorie der Super Grand Prix versammeln sich die weltweit besten Leichtathleten im Stadium Louis II.
Im August findet die Supercoupe d'’Europe, statt.
Dabei handelt es sich um eine Begegnung der Sieger der Fußball Champions League und des UEFA-Pokals. Das Spiel findet im Stade Louis II statt.
Im September wird der Iron Man 70.3, ausgetragen.
Bei diesem Triathlon sind 1,9 km zu schwimmen, 90 km auf dem Fahrrad zu bewältigen und 27,1 km zu laufen, was insgesamt 70,3 amerikanischen Miles entspricht.
Außerdem:
Spielt während der gesamten Fußballsaison die 1. Liga.
AS Monaco nimmt an der französischen Meisterschaft teil. Der Club in rot-weiß hat sieben Meisterschaftstitel, fünf französische Titel und einen Champions League Titel davon getragen. 1992 und 2004 war der Club auch in europäischen Finalspielen vertreten.
Monaco und das FahrradDer 1985 ins Leben gerufene monegassische Fahrradclub, die Fédération Monégasque de Cyclisme ist der Union Cycliste Internationale angeschlossen. Der Club des Fürstentums, die Union Cycliste de Monaco, der vor kurzem sein 50jähriges Bestehen gefeiert hat, zählt 135 Mitglieder in sechs Bereichen: Straßenfahrt, Mountainbike, BMX, Piste, Cyclo-cross und Trial. Er organisiert das Critérium de Monaco im März und die Trophée Jean-Luc Schopf im Juni. |